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Die geförderten Autorinnen:
Barbara Aschenwald
Ich bin am 10.9.1982 geboren und habe meine ersten acht Lebensjahre,
die die wichtigsten meines bisherigen Lebens waren, im hinter(st)en Zillertal
verbracht. Mittlerweile sind die Plätze meiner Erinnerung zum größten
Teil zubetoniert, in Parkplätze verwandelt, verbaut oder anderweitig
zerstört worden. Aber einige, vor allem in großer Höhe,
habe ich mir bewahrt und über die schreibe ich, deshalb schreibe
ich letzten Endes immer über mich. Der größte Teil von
mir besteht aus Gefühl.
1990 bin ich mit meiner Familie nach Schwaz übersiedelt, und lebe
seitdem dort, nicht in der Stadt und nicht am Berg, sondern genau dazwischen.
In meinem Herzen bin ich eine Zillertalerin, weil da meine frühesten
Erinnerungen sind. Ich habe in Schwaz die Volksschule besucht und danach
acht Jahre lang das bischöfliche Gymnasium Paulinum. In dieser Zeit
habe ich angefangen zu schreiben, da war ich ungefähr fünfzehn.
Nach der verhauten schriftlichen Mathematikmatura musste ich in fünf
Fächern mündlich antreten und habe bestanden. Ich träume
heute noch davon, dass ich in Mathematik durchfalle. Als ich siebzehn
war, beteiligte ich mich am österreichweiten Jugendliteraturpreis
"Rimbaud-Preis", der vom Standard und Ö1 ins Leben gerufen
wurde. Ich erhielt den Publikumspreis und da begann meine sogenannte literarische
"Karriere".
Nach der Reifeprüfung habe ich mich für Pharmazie, danach für
Medizin und danach für Vergleichende Literaturwissenschaften eingetragen,
bei Letzterem bin ich am längsten geblieben, nämlich bis heute
und es sieht sogar danach aus, als ob ich nächstes Jahr abschließen
würde.
2003 war das Jahr meiner ersten großen Reise, nach Südamerika
in den Regenwald. Davon kann ich mich heute noch ernähren, aber ich
muss trotzdem immer wieder weg von Österreich, obwohl ich hier so
tief verwurzelt bin. Kaum habe ich Geld, bin ich schon eine Wolke.
Dann habe ich mein erstes Hörspiel geschrieben, das letztes Jahr
Premiere hatte.
Ich schreibe in Ergüssen, wochenlang nichts und jetzt im Herbst ganze
Seiten, wo ich gerade viel andere Arbeit hätte, ausgerechnet. Aber
"es" schreibt mich selten so, wie ich will. Damit meine ich
das Gefühl.
Ich bin meiner Überzeugung nach zu 80 Prozent mein Vater und war
wahrscheinlich in meinem Vorleben ein Mann, so denke ich zumindest und
das höre ich auch immer wieder. Vielleicht bin ich aber gerade deshalb
so gerne eine Frau und ich habe auch noch nie wirkliche Nachteile erfahren,
die sich daraus ergeben, abgesehen vielleicht von ein paar dämlichen
Sprüchen, und die taten nie weh.
Ich habe ein glückliches Leben, eine wunderbare Familie, einen wunderbaren
Hund und meinen noch wunderbareren Liebsten werde ich im Mai nächsten
Jahres heiraten.
Alles Weitere werden wir sehen.
Dieses Leben und kein nächstes.
Petra Maria Kraxner
Geboren 1982 in Zams, Tirol.
Lebte in Tobadill, Dublin, Wien, Innsbruck. Arbeitete in Krankenhäusern,
Kaufhäusern, Gasthäusern, Hotels, Call Centern und Büros.
Studiert seit 2005 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig in den Hauptfächern
Dramatik / Neue Medien und Lyrik.
Publiziert in Anthologien und Zeitschriften.
UA Bühnenstücke: "Vom grünen Sein" 2002 Wien
/ Linz, "Von geschminkten Tat- und Nebensachen" 2003 Salzburg
/ Wien / Innsbruck "Blau Baum Grün" 2005 Wien / Prag (Fringe
Festival) / Innsbruck / Landeck / Edinburgh (Fringe Festival).
Gesendete Hörspiele: "Rudolf und das Christkind" 2005 Leipzig,
"Rabenoase" 2006 Leipzig.
Esther Strauß
Schreiberin, Malerin, freie Journalistin, lebt in dieser
Welt seit dem 13.06. 1986. Aufgewachsen in Tarrenz/Tirol. 2004 Matura am Bundesrealgymnasium
Imst. 2004/2005 Kolleg am Kuratorium für Journalistenausbildung Salzburg.
Seit 2005 Studium der Bildenden Künste, Schwerpunkt Malerei an der Kunstuniversität
Linz. Schreibt Prosa, Lyrik, Literaturkraut, Hörspiele .... . Veröffentlicht
in Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. DUM, Cognac & Biskotten),
Lesungen im In- und Ausland (u.a. Stifterhaus Linz, Bruckmühle Pregarten,
Literaturhaus am Inn Innsbruck, Universität Frankfurt a. M.)
2005: Preisträgerin des bundesweiten Redewettbewerbes "Mauthausen
- und heute?", Lesung bei der 60 Jahre Gedenkfeier im Konzentrationslager
Mauthausen
2006: Tiroler Jugendliteraturpreis, Kategorie Hörspiel mit dem Text "Dinkelbrot
mit Käse und Gurken" (Uraufführung im Herbst 2006)
2006: Einmonatiges Literaturstipendium, vergeben vom Land Niederösterreich,
im slowenischen Literaturhaus Velika Polana.
2006: Erste Einzelausstellung "Maria - oder ein paar davon", Museumsgalerie
Tarrenz. Davor zahlreiche Gemeinschaftsausstellungen.
Das Schreiben: "Etwas, das es als Wort nicht gibt, doch in Worte zu fassen."
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